Bei Craemer: Wirtschaftsgespräch mit Staatssekretär Hintze
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Peter Hintze und der Bundestagskandidat der CDU, Ralph Brinkhaus, haben am 19.05.2009 die Paul Craemer GmbH besucht, um mit der Geschäftsführung die aktuelle Krise in der Automobilindustrie zu diskutieren. Mit dabei: der Herzebrock-Clarholzer Bürgermeister Jürgen Lohmann und die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Dr. Christine Disselkamp.
Alle Teilnehmer waren sich einig – jede Krise bietet auch Chancen. Gerade mittelständische Familienunternehmen wie Craemer sind auf solche Situationen besser vorbereitet als mancher Konzern und verlassen sich auf ihre eigenen Stärken. Das sei beste ostwestfälische Art.
„Wir rufen nicht nach Vater Staat“, stellt der geschäftsführende Gesellschafter der Gruppe, Dr. Achim Brandenburg klar, „und haben auch nicht vor, der weiteren Entwicklung tatenlos zuzusehen und die Krise mehr schlecht als recht zu überstehen. Wir begreifen diese schwierige Zeit als gute Gelegenheit uns in vielfältiger Hinsicht zu erneuern und bestehende Strategien zu hinterfragen.“ Craemer sei stark genug aus eigener Kraft zu handeln und sich bestmöglich auf die Zeit danach vorzubereiten. „Alle in unserem Hause ziehen tatkräftig am selben Strang.“ Im Jahr 2008 erwirtschaftete die Craemer Gruppe einen Gesamtumsatz von 165 Millionen Euro, rund die Hälfte davon mit dem Autogeschäft. „Nachdem der Fahrzeugbereich seit Januar 2009 um 35 Prozent rückläufig war, zeichnet sich in den letzten Wochen eine erste Belebung ab“, bestätigt Vertriebsgeschäftsführer Reinhard Nickel. Die Geschäftsführung rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit einem positiven Unternehmensergebnis. Die Investitionen sollen wie geplant umgesetzt und aus eigener Kraft finanziert werden. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau des Werkzeugbaus und der Stärkung der technischen Entwicklungsabteilungen. „Hier haben wir uns bereits personell verstärkt und arbeiten seit Monaten intensiv an neuen Produkten und Fertigungsverfahren“, so der technische Geschäftsführer Siegbert Geldner. Allergrößten Wert legt Craemer auch weiterhin auf eine qualifizierte Ausbildung des eigenen Nachwuchses.
Mit der seit Anfang Mai in Teilbereichen des Unternehmens praktizierten Kurzarbeit liefert etwa ein Drittel der Belegschaft einen wertvollen Beitrag zur Kostenstabilisierung. Sollte sich der positive Trend im Automobilbereich weiter festigen, schließt die Geschäftsführung bereits in den nächsten Wochen eine erste Reduzierung der Kurzarbeit nicht aus.





