30.01.2009
Craemer zählt zu den 100 besten Arbeitgebern im Mittelstand
Wolfgang Clement zeichnet die herausragende Personalarbeit des Metall- und Kunststoffspezialisten aus Herzebrock-Clarholz mit dem Gütesiegel „Top Job“ aus.
Die Paul Craemer GmbH gehört zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung im Rahmen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleichs „Top Job“ ergeben. Der Mittelständler überzeugte bei der siebten Runde der renommierten Wirtschaftsinitiative mit einem maßgeschneiderten und dementsprechend erfolgreichen Personalmanagement.
Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement überreicht den Ostwestfalen diesen Freitagabend bei einem Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord das begehrte „Top Job“-Gütesiegel.
Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste von Craemer in den Bereichen „Führung und Vision“, „Familienorientierung und Demografie“, „Motivation und Dynamik“, „Mitarbeiterentwicklung und -perspektive“, „Kultur und Kommunikation“ sowie „Internes Unternehmertum“.
Der Spezialist für Metallumformung, Werkzeugbau und Kunststoffverarbeitung, der mit seinen 460 Beschäftigten 2007 einen Umsatz von gut 135 Millionen Euro erzielte, wurde unter anderem für den Respekt vor und den Umgang mit seinen Angestellten ausgezeichnet. So bittet das Unternehmen die Beschäftigten beispielsweise regelmäßig um ihre Meinung: „Das Urteil und die Einstellung der Arbeitnehmer sind uns wichtig, weil dadurch Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden – und ungefilterte Meinungsäußerungen aus unerwarteten Blickwinkeln neue Anregungen geben“, begründet der kaufmännische Geschäftsführer Bernd Brockhagen das Engagement. Wichtig ist dem Top-Management dabei ebenfalls, über dieses Instrument ein umfassendes Meinungsbild aller Beschäftigten zu erhalten und somit Rückschlüsse auf die Stimmung im Unternehmen ziehen zu können.
Eine Art Stimmungsbarometer ist auch das System zur Behandlung von Beschwerden, das der Belegschaft zur Verfügung steht: Auf einem schriftlichen und anonymisierten Klageweg kann jeder sein Anliegen dem Betriebsratsvorsitzenden vortragen, der sich dann um eine Lösung bemüht. Daneben werden sämtliche Kollegen kontinuierlich über die operative Leistung ihres Arbeitgebers unterrichtet. Intranet, Mitarbeiterzeitung, Teammeetings, interdisziplinäre Treffen und Strategieworkshops runden den Informationsfluss ab.
Für die Ehrung musste das Unternehmen ein strenges zweistufiges Verfahren des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen überstehen. Bei diesem bewerten die Experten um Institutsdirektorin Prof. Dr. Heike Bruch die Managementinstrumente der teilnehmenden Unternehmen im Personalbereich und führen eine detaillierte Online-Mitarbeiterbefragung durch. „Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen wiederholt, dass sich ein strategisch ausgerichtetes Personalmanagement eindeutig im Unternehmensergebnis niederschlägt“, kommentiert Prof. Dr. Bruch ihre Analyse. „Im Klartext: Gute Arbeitgeber haben auch wirtschaftlichen Erfolg. In Zukunft wird sich dieser Trend maßgeblich verstärken. Unternehmen, die ihre Arbeitgeberattraktivität gezielt fördern, gewinnen entscheidend an Wettbewerbsfähigkeit.“ Der technische Geschäftsführer Siegbert Geldner freut sich deshalb umso mehr über den Erfolg: „An ‚Top Job’ beteiligen sich ausschließlich Unternehmen, bei denen Personalarbeit einen hohen Stellenwert genießt. In einem solch starken Umfeld zu einem der 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand gekürt zu werden motiviert unsere Mitarbeiter und macht uns für hoch qualifizierte Arbeitnehmer zukünftig noch attraktiver.“ Insgesamt hatten in diesem Jahr 212 Unternehmen an „Top Job“ teilgenommen.
Alle 100 „Top Job“-Unternehmen werden in dem von Bruch und Clement herausgegebenen Buch „TOP JOB – Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand“ und auf der Website www.topjob.de präsentiert. Organisiert wird die Initiative von der Überlinger compamedia GmbH. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort unter www.topjob.de bewerben, Teilnahmeschluss ist der 30. April 2009.
Mentor, Kooperationspartner und wissenschaftliche Leitung
Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement. Kooperationspartner sind: Gesamtmetall – die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V., die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH, die HRblue AG, die Gallup Deutschland GmbH, die Kienbaum Consultants International GmbH, die Schindlerhof Klaus Kobjoll GmbH, die SchmidtColleg GmbH & Co. KG sowie die Süddeutsche Zeitung. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Heike Bruch, Professorin und Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Sie hat sich insbesondere auf den Gebieten Change-Management und Leadership einen prominenten Namen gemacht.
Der Organisator: compamedia GmbH
compamedia hat sich auf die Organisation von Benchmarkingprojekten für den Mittelstand und den Aufbau mittelständischer Netzwerke spezialisiert. Das Unternehmen aus Überlingen am Bodensee realisiert das Arbeitgeberbenchmarking „Top Job – Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand“, das Innovationsprojekt „Top 100 – Die 100 innovativsten Unternehmen im Mittelstand“ sowie „Ethics in business – Vorreiter ethischen Handelns“.







